Haltung


                              

Chinchillas sind dämmerungs-/nachtaktive Tiere, die in den Abendstunden so richtig aktiv werden. Meine Bande kommt so um ca. 18 Uhr zu sich und wartet sehnsüchtigst auf seinen verdienten Auslauf, der nicht zu knapp sein sollte. Im Auslauf sollte dann natürlich alles gesichert sein, da die Kleinen gerne alles auf Essbarkeit prüfen mit ihren Zähnchen.
Unsre Chins (oder Gymnastikbällchen wie ich sie immer nenne) haben in ihrem Auslauf auch diverse Spiel- und Versteckmöglichkeiten , wie z.b. Weidenbrücken, Tonamphoren, große Papprollen (von Teppichen), Weidenbälle...
zu erwähnen sei auch, das Chins zu den Dauerausscheidern gehören, d.h. sie lassen ständig und überall ihre Köttels fallen  und haben für ihr größeres Geschäftchen keine feste Stelle und damit müßt ihr dann leben , aber tröstet euch, zum Pippi machen kann man sie an feste Pippi-Plätze gewöhnen. Das Schöne an Chinchillas ist auch, daß sie nicht riechen wie z.b. andre Kleintiere wie z.b. Kaninchen. Die Tiere haben für uns Menschen keinen riechbaren Eigengeruch, auch der Kot riecht nicht bei Chinchillas, außer wenn sie krank sind.

Chinchillas können ein stattliches Alter von 20 Jahren erreichen, in manchen Fällen sogar mehr. Deshalb sollte man sich vorher Gedanken darüber machen, ob diese Tierart für einen das Richtige ist ( man bedenke, Sie werden älter wie ein Hund und euch durch das ganze Leben begleiten)
Ich holte mir z.b. erst Chinchillas, als ich genug Zeit für diese Tiere opfern konnte. Was hat man sonst von einem Tier, daß Abends erst aktiv wird, wenn man lieber  jedes WE ausgehen mag oder ständig außer Haus ist Abends??
Ich finde auch das diese Tierart total ungeeignet ist für kleine Kinder, nicht nur weil die Tierchen erst zur Schlafenszeit der Kinder wach werden, nein auch da Kindern ja gerne direkten Kontakt zu Tieren aufbauen und alles ja so gern knuddeln( was man ja versteht), aber die Tiere das nicht so toll finden festgehalten zu werden.

Chinchillas sollten IMMER mind. zu zweit gehalten werden, dabei spielt das Geschlecht keine Rolle, 2 Männchen verstehen sich genauso gut wie 2 Weibchen, oder ein Pärchen. Man kann auch 1 Kastraten mit mehreren Weibchen zusammen halten.

Allerdings sollte man
niemals 2 bzw. mehrere Böcke mit einem oder mehreren Weibchen zusammen in einem Käfig halten, auch wenn die Böcke kastriert sind wird dies auf Dauer nie gut gehen, da die Böcke sich um das/ die Weibchen streiten "könnten". Und bevor euch da irgendwann morgens eine böse Überraschung blüht, tut euch und den Tieren einen Gefallen und setzt nie diese Kombination zusammen!!

So kuschelig und süß wie die Minis aussehen, sollte man bedenken das dies KEINE Kuscheltiere sind. Es gibt zwar ab und an Ausnahmen die gerne mal eine Kuschelstunde mit ihrem Halter einlegen, aber im Großen und Ganzen sind sie eher eine Tierart, die mehr zum Beobachten gedacht ist.

 

Im Auslauf wird dann mal öfters der Futterspender ( sowas wie Ich) als Hüpfburg benutzt, oder in der Ruhephase sich mal auf Frauchens Bein gesetzt.

Wenn ein Chin ganz gnädig ist und schon eine enge Beziehung zum Halter aufgebaut hat, kann man sie auch mal problemlos in die Hand holen und kraulen ( aber nicht stundenlang). Jedes Chin hat seine eigene Persönlichkeit, wo man auch respektieren sollte, man selbst will ja auch nicht den halben Tag von seinem Partner erdrückt werden.

Deshalb sollte man die Kleinen zu nichts zwingen, was nicht unbedingt sein muß. Man sollte sich lieber erfeuen an dem was sie mitbringen. Dazu gehört die Neugierde, die einem entgegenspringt wenn man sich dem Käfig nähert, in der Hoffnung man bekommt von seinem Futterspender ( wie ich mal wieder) ein feines Leckerchen. Und  wehe da ist mal nix, dann wird sich unter die Hand gedrückt, die Finger von oben bis unten untersucht, es könnte ja was versteckt sein.

Einmal die Woche sollte man die Kleinen schon wiegen, da man anhand des Gewichtes auch schnell erkennen kann, wenn ein Chinchilla krank ist. Die Kleinen sind meist Meister im Verstecken von Krankheiten und wenn eins dauernd nur abnimmt ( das erkennt man nicht immer mit bloßem Auge), dann stimmt was nicht.


Hier mal wie das bei mir aussieht
:



Einfach das Chinchilla mit einem besondren Leckerli auf die Waage locken und zack, hat man das Gewicht.

 

Bei mir braucht mittlerweile nur der Piepston der Waage zu erklingen und einige Chins düsen schon an ihr Käfiggitter oder kommen direkt zu mir , wenn der Käfig geöffnet wird um auf die Waage zu hüpfen.

Bei mir gibts nämlich nur am Wiegetag ihr absolutes Lieblingsleckerli, eine getr. Apfelscheibe

Was auch nie vergessen werden sollte ist, daß die Pelztierchen den Sommer nicht so gut vertragen wie andre Kleintiere. Ab 27 Grad wird es nämlich kritisch für die Kleinen und sie "können" einen Hitzschlag bekommen oder Kreislaufkollaps. Falls dies passieren sollte, ist das Tier umgehend runterzukühlen, indem man seine Füßchen kühlt,es rasch an einen kühleren Ort transportiert und umgehend einen Tierarzt anzurufen und um Rat zu bitten bzw. dort direkt hinzufahren.

Als Kühlmöglichkeiten im Käfig sind folgende Dinge möglich, die es den Tieren über Sommer so gut wie es geht erträglich zu machen:

-> Fliesen in den Käfig legen
-> den Badesand im Kühlschrank etwas runterkühlen
-> Metall oder Keramikhäuser verwenden wo die Tiere sich auch drauflegen können
-> viele Tonsachen zur Verfügung stellen





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